Neues Jahr, alte Frage: Wo wollen wir dieses Jahr tauchen gehen? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Einige Faktoren verkleinern die Auswahl immerhin ein bisschen: Regenzeit, heißeste Zeit des Jahres, Hurrikansaison oder schlichtweg zu teuer. Neulich ist mir ein Buch über den Weg gelaufen, das ich spontan als Inspiration mitgenommen habe.
Aber 1.000 Traumstrände und Tauchziele sind immer noch ganz schön viele. Als Denkanstoß bin ich dann auf einen Artikel gestoßen: 13 Tauchurlaube die man machen sollte bevor es zu spät ist. Traurig aber wahr: der Klimawandel, Überfischung, Umweltverschmutzung und der mangelnde Respekt vor Meeresbewohnern sorgen dafür, dass einige Tauchspots extrem leiden und womöglich bald ganz verschwinden.
Diese 13 Tauchspots sind:
1.) Die Philippinen, die vor allem unter dem Fischfang und der hohen Bevölkerungsdichte leiden.
2.) Ein mithilfe eines versunkenen Panzers künstlich angelegtes, mittlerweile sehr gut besiedeltes Riff im Golf von Akaba (Jordanien), dessen Bewohner aufgrund des vielen Plastikmülls der Touristen verenden.
3.) Die thailändische Inselgruppe Ko Phi Phi, die ein extremes Müll- und Abwasserproblem hat. Zitat Wikipedia: „Vor allem das Müllproblem scheint den einheimischen Behörden über den Kopf zu wachsen. So musste die Filmcrew von ‚The Beach‘ erst drei Kubikmeter Unrat beseitigen, soll aber selbst für erhebliche Umweltschäden, auch bei den Korallenriffen, gesorgt haben.“
4.) Riffe in Südjapan, Taiwan und Südchina sind einerseits durch Bauvorhaben an der Küstenlinie (Flughafen), der wachsenden Bevölkerung, aber auch durch eine bestimmte Seesternart bedroht, die Korallen frisst.
5.) Auch in der westlichen Karibik wirkt sich das ständig höher werdende Touristenaufkommen negativ auf die Riffe aus, zudem wird immer häufiger die sogenannte Korallenbleiche beobachtet, die zum Absterben der Koralle führt.
6.) Die Region Sunda, in der unter anderem die Inseln Bali, Java und Sumatra liegen, wird zunehmend vom Land aus verschmutzt, Fische werden mithilfe von Sprengstoff oder aber lebend für das heimische Aquarium gefischt.
7.) Ganz ähnlich geht es der sich nebenan befindlichen Region Wallacea, zu der unter anderem die Inseln Komodo, Sumbawa und Flores gehören.
8.) Der Golf von Guinea wird zusätzlich durch Korallenernte und Überfischung bedroht.
9.) Neben Überfischung sind die Riffe der Kapverdischen Inseln vor allem durch Landwirtschaft, Rodungen und die Entwicklung der Küstenregionen bedroht.
10.) Rund um die Maskarenen-Inseln, zu denen unter anderem Mauritius gehört, leiden die Riffe unter Verschmutzungen, die durch den massiven Zuckerrohranbau und der wachsenden Bevölkerungsdichte entstehen, unter der landwirtschaftlichen Entwicklung sowie durch Überfischung.
11.) Der Mergui-Archipel, vor allem die Burma Banks an der Westküste Myanmars gelten als die fischreichsten und schönsten Korallenriffe der Welt. Die Politik setzt sich hier zwar für den Erhalt ein, dennoch werden die Fische illegal mit Sprengstoff gefischt oder vergiftet.
12.) Im nördlichen Teil des Indischen Ozeans liegen unter anderem die Malediven. Hier ist die Temperatur des Meeres so stark angestiegen, dass mittlerweile viele Korallen an Korallenbleiche leiden. Dennoch wird dort vor Korallenabbau, Zerstörungen durch Anker und Überfischung nicht zurückgeschreckt.
13.) Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde. 1981 wurde es zum Weltkulturerbe ernannt. Dennoch ist es unter anderem durch intensive Landwirtschaft in Küstennähe, Treibstoffe, Ankerwürfe, die Suche nach Öl und Korallenbleiche bedroht. Zudem kommt auch dort die Seesternart vor, die Korallen frisst.
Vermutlich sieht es in den meisten Tauchgebieten dieser Erde ähnlich aus. Insgesamt traurig und schockierend, was wir der Umwelt zumuten und wie wenig Respekt wir teilweise vor diesen unglaublich schönen Dingen haben, die unter Wasser zu beobachten sind.
Quellen: BusinessInsider.com, Starfish.ch, Wikipedia